A aprendizagem tem que estar relacionada com os sonhos, desejos e necessidades de cada um
20. Februar 2017

Das wird Schule machen: mit Bindung zur Bildung!

Teacher with his pupils studying the world with the help of globe

„Apego“ bedeutet sowohl auf Spanisch als auch auf Portugiesisch „Bindung“. Ein ungewöhnlicher Name für eine Schule mag man meinen, da Viele bei „Bindung“ eher an Babys denken und den Namen somit womöglich eher einem Kindergarten zuordnen würden.

Warum wir als Schule das Thema „Bindung“ dennoch ganz bewusst in den Mittelpunkt gestellt haben? Ganz einfach:

ohne Bindung, keine Bildung!

Bindung ist ein Bedürfnis aller Menschen, unabhängig seines Alters. Ein Säugling kommt mit der Bereitschaft, sich zu binden auf die Welt, denn das sichert ihm das Überleben. Das ist weitestgehend bekannt, doch gilt dies genauso für ältere Kinder und Erwachsene.

„Nach John Bowlby, dem Begründer der Bindungstheorie, [ist Bindung] ein unsichtbares emotionales Band, das zwei Menschen über Raum und Zeit sehr spezifisch miteinander verbindet.“ Karl Heinz Brisch

Bindung ist keine Einbahnstraße!

Die Fähigkeit sich zu binden ermöglicht es uns Menschen, uns auf Beziehungen und auf andere Menschen einzulassen. Kinder suchen bei ihren Bindungspersonen Schutz, Erwachsene bieten ihrerseits Sicherheit und Fürsorge. 

Bindung ist ein grundlegendes, überlebenswichtiges Bedürfnis. Wird dieses Bedürfnis jedoch langfristig nicht erfüllt, hat dies Folgen für die Gesundheit und verursacht Stress. Kinder hingegen, die sich geborgen und angenommen fühlen, können ihrer natürlichen Neugier nachgehen die Welt zu entdecken und sich aufs Spielen einlassen.

„Kinder, deren Bindungsbedürfnis aktiviert ist, können nicht gleichzeitig konzentriert und aufmerksam lernen. […] oder in der Schule […] neue Angebote für Erkundung und Spiel ausreichend interessiert und neugierig aufgreifen – obwohl sie ein grundlegendes Erkundungs- und Neugierbedürfnis haben -, wenn sie Angst haben und dadurch ihr Bindungsbedürfnis gleichzeitig aktiviert ist. In diesen Situationen sind sie gänzlich damit beschäftigt, ihr Bindungsbedürfnis durch die Suche nach ihrer Bindungsperson zu beruhigen. Erst später, wenn sie sich beruhigt fühlen, können sie weiter erkunden und spielen. Für alle Bildungs- und Lernvorgänge ist es daher eine grundlegende Voraussetzung, dass Kinder sich bindungssicher fühlen. Damit Kinder also […] in der Schule lernen, neue Bildungsangebote aufnehmen und auch für sich in ihren inneren Welten verarbeiten können, müssen sie sich emotional sicher fühlen. Dies bedeutet, dass sie eine weitere sichere Bindungsbeziehung […] zu ihrer Lehrerin aufbauen müssen, bevor sie die vielen interessanten neuen Angebote in ihrem Bedürfnis nach Erkundung aufgreifen und auch verinnerlichen können. Grundsätzlich gilt daher das Sprichwort: >>Sichere Bindung kommt vor Bildung<<.“ Karl Heinz Brisch

Aus diesem Grund erachten wir es für unablässig, dass Kinder einen Lernort vorfinden, in dem sie sich vollends angenommen und geborgen fühlen. Ein Ort, in dem „Beziehung“ als ein offener, neugieriger und zugewandter Umgang miteinander verstanden und in dem das Verhalten von Menschen als Hinweise auf ihre Bedürfnisse ernst genommen wird.

Beziehungsarbeit genießt in unserer Schule einen hohen Stellenwert und wird als Voraussetzung für Bildung betrachtet. So steht es auch in unserem Konzept und in unseren Leitsätzen.

Eure Aida (S. de Rodriguez)

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